Das einzelne Häuschen und seine Eigentümerin

An dieser Stelle wollen wir doch einige Worte zur jetzigen Eigentümerin unserer begehrten Immobilie in der Falkenberger Straße 183 verlieren. Eigentümerin ist die Berliner Liegenschaftsfonds GmbH&Co KG ( kurz “Lifo”), die zentrale Vermarkterin landeseigener Immobilien.  Die von uns begehrte Immobilie befindet sich aktuell in einem Bieterverfahren.  Dieses Verfahren soll das höchste Gebot beim Verscherbeln des landeseigenen Tafelsilbers erzielen, soziale Kriterien spielen hierbei keine Rolle. Wir fordern jedoch die Vergabe an alternative Projekte und sind bereit ein Angebot zu machen, das den Charakter dieser vormals öffentlichen Einrichtung erhält.

Wir werden mit Hilfe unserer Partnerinnen ebenfalls ein Gebot abgeben. Diese wissen mittlerweile um die Immobilie, sie wissen auch das es einen Zusammenhang gibt der mitbieten wird. Dass wir unser Gebot mit Aktionen begleiten, wussten sie bis zum Aktionszeitpunkt noch nicht. Wir sind uns aber sicher, dass unsere Beziehungen entsprechend belastbar sind und sie genug Bewusstsein besitzen, um darauf angemessen zu reagieren. Unser Konzept jedoch ist ihnen bereits bekannt und sie stehen vollständig dahinter.

Am Tag unserer Aktion öffnet der Liegenschaftsfonds ganz freiwillig die Pforten, er lädt zu einer Besichtigung. Wir werden uns die Möglichkeit unser neues Haus anzuschauen nicht nehmen lassen, wir werden ein zweites mal das Haus betreten. Wir werden kommen, um zu bleiben. Ein erstesmal haben wir uns das Haus schon angeschaut. Wir wissen also um die Baustellen und wir wissen auch, dass wir das Dach sanieren müssen und ja, wir sind bereit dies zu tun und wir wissen auch, was das Kosten wird. Der eine oder andere wird überrascht sein, aber wir als zukünftige Nutzerinnen wissen auch wie ein Wirtschaftlichkeitsplan für dieses Haus aussieht. Wir werden einen 6-stelligen Betrag bieten. Wir sind aber nicht bereit diesen ins Unendliche zu erhöhen, da der Höchstpreis nur etwas für Menschen ist, die am Ende nur ein Interesse an Eigentumswohnungen haben, wie unser Mitkonkurrent “Baugemeinschaft Musikschule Weißensee“. Dieses Interesse teilen wir nicht, unser Haus wird kollektiv-selbstverwaltet bleiben und außerdem durch unseren favorisierten Rechtsträger dauerhaft der Spekulation entzogen. Am Ende wird dann auch Platz für sozialverträgliche Mieten bleiben und wir werden obendrein, wie im Konzept beschrieben, einen Anteil an gemeinschaftlichen Flächen für Freunde und Nachbarschaft schaffen. Das ist unser Beitrag zu sozialem Wohnungsbau und Stadtentwicklung von unten.

Eure widerspenstigen Orphs

Weitere Informationen zu den Aktivitäten des Liegenschaftsfonds, im speziellen in unserem Kiez, sind anschaulich in folgendem Artikel auf Indymedia beschrieben:

Informationen zu unserem Konzept:


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Stand 18.05.2011


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